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Zahnmedizin·Einwilligung

Behandlungseinwilligung Zahnarzt

Ein Ende-zu-Ende verschlüsseltes Einwilligungsformular für zahnärztliche Behandlungen — Risiken, Alternativen und digitale Unterschrift, sicher erfasst.

Ein Einwilligungsformular wird eigentlich nicht für den Tag geschrieben, an dem es unterschrieben wird. Es wird für den Tag geschrieben — womöglich Jahre später —, an dem jemand fragt, ob dieser Patient verstanden hat, was mit ihm geschehen sollte. Alles in dieser Vorlage ist darauf ausgerichtet, diese Frage zu beantworten, und das ist eine andere Aufgabe, als bloss eine Unterschrift einzuholen.

Was der Nachweis Monate später belegen muss

  • Dass die Einwilligung zu diesem Patienten gehört und nicht zu einem ähnlich benannten — Name und Geburtsdatum
  • Dass sie diesen Eingriff abdeckt, konkret beschrieben und nicht bloss als 'Behandlung'
  • Dass die wesentlichen Risiken in verständlicher Sprache dargelegt und die Alternativen benannt wurden — einschliesslich des Verzichts auf die Behandlung
  • Dass die Fragen des Patienten gestellt und beantwortet wurden und nicht nur eingeladen und offengelassen
  • Dass die Unterschrift datiert ist und das Datum vor dem Eingriff liegt

Die drei Momente, die über die Tragfähigkeit entscheiden

1

Vor dem Termin

Der Patient liest die Beschreibung des Eingriffs und die Risiken zu Hause, ohne wartende Behandlerin. Hier ist echtes Verstehen möglich; ein im Stuhl überreichtes Formular wird unter Zeitdruck unterschrieben.

2

Beim Termin

Das Gespräch wird zur Bestätigung statt zur ersten Konfrontation mit den Risiken — kürzer, ruhiger und leichter zu dokumentieren, weil der Patient das Vokabular bereits kennt.

3

Danach

Der unterzeichnete Nachweis wird für die Aufbewahrungsfrist zum Patientendossier abgelegt — verschlüsselt und lesbar, und genau daran scheitert Papier am häufigsten.

Die Falle der Universaleinwilligung

Ein einziges Einwilligungsformular, das für jeden Eingriff wiederverwendet wird, ist die häufigste Schwachstelle in den Unterlagen einer Praxis. Benennt das Formular weder den Eingriff noch dessen spezifische wesentliche Risiken, belegt es, dass eine Unterschrift eingeholt wurde — nicht, dass dieser Patient in diese Behandlung eingewilligt hat.

Die Felder dieser Vorlage

  • Name und Geburtsdatum des Patienten
  • Name der behandelnden Zahnärztin oder des behandelnden Zahnarztes
  • Beschreibung des durchzuführenden Eingriffs
  • Bestätigung, dass Risiken und Alternativen erläutert wurden
  • Fragen des Patienten und die Antworten darauf
  • Digitale Einwilligungsunterschrift

Warum Papiereinwilligungen im falschen Moment versagen

Einwilligungen auf Papier versagen nicht am Tag der Unterschrift. Sie versagen an dem Tag, an dem man sie braucht, und zwar auf drei vorhersehbare Arten: Ein Pflichtfeld blieb leer und niemand bemerkte es, die Handschrift lässt sich nicht mehr entziffern, oder das Blatt wurde beim falschen Patienten abgelegt. Jeder dieser Fehler bleibt unsichtbar bis zu dem Moment, in dem der Nachweis verlangt wird — also bis zu dem Moment, in dem er sich nicht mehr korrigieren lässt.

Ein strukturiertes digitales Formular beseitigt zwei der drei Fehler vollständig — Pflichtfelder lassen sich nicht überspringen, und getippte Einträge sind von Natur aus lesbar — und macht den dritten zu einem Indexierungs- statt zu einem physischen Problem. Zudem entsteht der datierte Nachweis im Moment der Unterschrift und nicht erst im Moment der Ablage.

Aufbewahrung: zehn Jahre, dann eine Löschentscheidung

Das Schweizer Recht verlangt, medizinische Unterlagen mindestens zehn Jahre aufzubewahren, und einzelne Kantone verlängern diese Frist bei Minderjährigen — prüfen Sie Ihre kantonalen Vorgaben, statt vom eidgenössischen Minimum auszugehen. Übersprungen wird meist das andere Ende: Eine Aufbewahrungsfrist ist nur dann etwas wert, wenn bei ihrem Ablauf tatsächlich etwas geschieht. Entscheiden Sie jetzt, was den Datensatz im elften Jahr löscht, denn ein Einwilligungsarchiv, das nur wächst, ist selbst ein Risiko.

Die unterzeichnete Einwilligung als Personendaten

Eine unterzeichnete Einwilligung ist eine medizinische Aufzeichnung und damit eine besondere Kategorie personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO und besonders schützenswerte Personendaten nach dem nDSG — das Dokument, das die rechtmässige Bearbeitung belegt, unterliegt selbst den Regeln, die es belegt. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beantwortet die Anforderung an technische Massnahmen unmittelbar: Die Einwilligung wird im Browser des Patienten verschlüsselt, und nur Ihre Praxis besitzt den Tresorschlüssel, der sie öffnet.

Was Praxen vor dem Wechsel fragen

Ist eine digital unterzeichnete Einwilligung in der Schweiz gültig?

Für die Dokumentation der klinischen Einwilligung ja — der Nachweis muss zeigen, dass der Patient aufgeklärt wurde und zugestimmt hat, und ein datierter, vollständiger, lesbarer digitaler Eintrag belegt das mindestens so gut wie eine Unterschrift auf Papier. Beachten Sie die Grenze: Das Unterschriftsfeld erfasst eine Unterschrift, es ist keine qualifizierte elektronische Signatur nach ZertES und sollte dort nicht herangezogen werden, wo eine bestimmte Rechtsform vorgeschrieben ist.

Kann der Patient auf dem Mobiltelefon unterschreiben?

Ja. Das Unterschriftsfeld funktioniert auf jedem Gerät mit Touchscreen — Patienten können zu Hause, im Wartezimmer oder auf einem Praxis-Tablet am Empfang unterschreiben.

Ein Formular oder eines je Eingriff?

Eines je Eingriff, und der Mehraufwand lohnt sich. 'Vorlage verwenden' erstellt eine bearbeitbare Kopie; das praktische Vorgehen ist daher, eine Basisversion zu bauen und sie je Behandlung abzuwandeln — Extraktion, Wurzelbehandlung, Implantat — jeweils mit den eigenen Risiken.

Wer kann die unterzeichnete Einwilligung lesen?

Nur Ihre Praxis. Jede Einreichung wird vor dem Versand im Browser des Patienten verschlüsselt und bleibt bei der Übertragung, im Ruhezustand und für uns unlesbar — wir besitzen keinen Schlüssel, der sie öffnet.

Zum grösseren Zusammenhang siehe unseren Anwendungsfall für Zahnarzt- und Kieferorthopädiepraxen, die Vorlage zur Patientenanmeldung, die dieser Einwilligung vorausgeht, sowie unseren Leitfaden zur informierten Einwilligung im digitalen Zeitalter.