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Wellness & Beauty·Beurteilung

Fitness Gesundheitscheck (PAR-Q)

PAR-Q-basiertes Fitness-Gesundheitsscreening für Schweizer Fitnessstudios und Personal Trainer. Umfasst Herz-Kreislauf-Anamnese, Medikamente, Schmerzen und Verletzungen, Schwangerschaft und Einwilligung zur körperlichen Aktivität. Konform mit nDSG und Bewegungssicherheitsstandards.

Der PAR-Q ist in der Schweiz keine gesetzliche Pflicht — und genau deshalb zählt er. Kein Bundesgesetz schreibt einem Fitnesscenter vor, vor dem Training zu screenen; eine Sorgfaltspflicht schon. Geht auf der Trainingsfläche etwas schief, lautet die Frage nicht, ob das Screening obligatorisch war, sondern ob eine sorgfältige Betreiberin gefragt hätte — und ein ausgefüllter Fragebogen ist die einzige Möglichkeit, das zu belegen.

Die Sorgfaltspflicht ist der eigentliche Grund zu screenen

Schweizer Fitnessprofis und Studiobetreiber haben gemäss OR Art. 41 eine Fürsorgepflicht, zumutbare Massnahmen zur Verhinderung vorhersehbarer Schäden zu ergreifen. Ein dokumentierter Screening-Prozess ist der primäre Beweis dieser Pflichterfüllung.

Die Schweiz hat kein einheitliches Bundesgesetz, das ein Gesundheitsscreening vor dem Sport in kommerziellen Fitnessstudios vorschreibt. Berufsstandards des Bundesamts für Sport (BASPO) und des Fitnessverbands Qualitop empfehlen jedoch ein PAR-Q-basiertes Screening für alle neuen Mitglieder.

Was der PAR-Q ist und wofür er dient

Der Physical Activity Readiness Questionnaire (PAR-Q) ist ein standardisiertes Gesundheits-Screening-Instrument zur Identifizierung von Personen, für die beaufsichtigter Sport ohne vorherige ärztliche Freigabe kontraindiziert sein könnte.

Was das Formular erfasst

  • Persönliche Daten und Fitnessziele
  • Herz-Kreislauf-Anamnese: Brustschmerzen, Palpitationen, Kurzatmigkeit, Bluthochdruck
  • Aktuelle Medikamente, die die Belastungstoleranz beeinflussen können
  • Muskuloeskelettale Erkrankungen, kürzliche Verletzungen oder Operationen
  • Metabolische Erkrankungen: Diabetes, Fettleibigkeit, Schilddrüsenerkrankungen
  • Schwangerschaftsstatus
  • Einwilligung zur körperlichen Aktivität und Notfallkontaktdaten

Bewegungssicherheit und Datenschutz gemäss nDSG

Gesundheitsinformationen, die beim Fitness-Screening erhoben werden, sind gemäss nDSG besonders schützenswerte Personendaten. Fitnessstudios und Personal Trainer müssen PAR-Q-Unterlagen sicher aufbewahren und mindestens drei Jahre oder für die Dauer der Kundenbeziehung aufbewahren.


Das kardiovaskuläre Screening wiegt am schwersten

Das Herz-Kreislauf-Screening ist der wichtigste Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung. Wichtige Risikoindikatoren sind Herzerkrankungen, Brustschmerzen, Schwindel, unkontrollierter Bluthochdruck und Familiengeschichte mit plützlichem Herztod vor dem 50. Lebensjahr.

Muskuloskelettales Screening

Muskuloeskelettale Erkrankungen sind der häufigste Grund für Anpassungen im Trainingsprogramm. Personal Trainer sollten auf aktuelle Verletzungen, chronische Schmerzen, kürzliche Gelenksersatzoperationen und Osteoporose screenen.

Vor der ersten Trainingseinheit

1

Vorlage verwenden

Kopieren Sie sie in Ihr Dashboard — die sieben PAR-Q-Fragen und der Folgeteil sind bereits angelegt.

2

Für Ihre Einrichtung anpassen

Fügen Sie Ihren Einrichtungsnamen, Ihr Logo und spezifische Screening-Fragen für Ihre Kundschaft hinzu.

3

Vor der ersten Sitzung versenden

Senden Sie den Formularlink an neue Kunden bei der Anmeldung. Fordern Sie die Ausfüllung vor der ersten Trainingseinheit.

4

Prüfen und Risiko stratifizieren

Überprüfen Sie jedes ausgefüllte Formular vor der ersten Sitzung des Kunden. Überweisen Sie Kunden mit Herz-Kreislauf-Risiken an ihren Arzt.

5

Archivieren und aktualisieren

Archivieren Sie ausgefüllte Formulare sicher. Bitten Sie Kunden, ihr Screening jährlich zu aktualisieren.

Fragen von Betreiberinnen und Betreibern

Ist das PAR-Q-Screening für Schweizer Fitnessstudios obligatorisch?

Es gibt kein Bundesgesetz, das PAR-Q-Screening vorschreibt. Das Qualitop-Zertifikat und die meisten Personaltrainer-Zertifizierungen erfordern jedoch ein Vorab-Gesundheitsscreening.

Was soll ich tun, wenn ein Kunde eine PAR-Q-Frage mit Ja beantwortet?

Bei einer positiven Antwort sollte der Trainer kein hochintensives Training beginnen, ohne zuvor den Arzt des Kunden zu konsultieren. Abhängig vom identifizierten Zustand kann mit niedrigintensiven Aktivitäten fortgefahren werden, während die ärztliche Freigabe eingeholt wird.

Wie oft sollten Kunden ein neues PAR-Q ausfüllen?

Best Practice empfiehlt, das Screening jährlich zu wiederholen und wann immer ein Kunde eine wesentliche Änderung seines Gesundheitszustands meldet.