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Gesundheitswesen·Aufnahme

Neupatient-Aufnahme

Ein verschlüsseltes Aufnahmeformular für neue Patienten in allgemeinmedizinischen Praxen — Krankengeschichte, Medikamente, Allergien, Notfallkontakt und Einwilligung.

Eine hausärztliche Konsultation dauert zehn bis fünfzehn Minuten. Kommt eine neue Patientin ohne Anamnese, geht ein Drittel davon für Fragen drauf, die sie zu Hause besser beantwortet hätte — mit der Medikamentenschachtel vor sich und Zeit, sich an den Namen der Vorbehandlerin zu erinnern. Diese Vorlage verlagert diese Fragen aus der Konsultation in ein verschlüsseltes Formular, das vorab ausgefüllt wird.

Die drei Antworten, die verändern, was Sie verordnen

Der grösste Teil eines Anamneseformulars ist administrativ. Drei Felder sind es nicht — und sie sind der Grund, warum die vorgängige Erhebung eine Sicherheitsmassnahme und nicht bloss eine Bequemlichkeit ist:

AntwortWas sie verhindert
Aktuelle Medikamente und DosierungenInteraktionen — das Antikoagulans, das verändert, was heute verordnet werden kann
Bekannte AllergienEine unerwünschte Reaktion auf ein Medikament, das verabreicht wurde, bevor jemand gefragt hat
Chronische ErkrankungenEine Verordnung, die für sich sicher und bei Nieren- oder Leberinsuffizienz unsicher ist

Wer von einer Penicillinallergie weiss, bevor das Rezept geschrieben wird, ist in einer anderen Lage als jemand, der es danach erfährt. Der Sinn der vorgängigen Erhebung liegt darin, dass die Patientin genau antwortet — nicht schnell.

Was das Formular erfasst

  • Kontakt- und Identifikationsdaten der Patientin oder des Patienten
  • Angaben zur bisherigen Hausarztpraxis — damit frühere Unterlagen angefordert werden können
  • Grund des heutigen Besuchs
  • Bestehende Erkrankungen
  • Medikamente und Dosierungen
  • Bekannte Allergien
  • Notfallkontakt
  • Einwilligung in Behandlung und Datenbearbeitung

Standardmässig verschlüsselt

Die Anamnese ist eine besondere Kategorie personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO und besonders schützenswerte Personendaten nach dem nDSG. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass Einreichungen nur für Ihre Praxis lesbar sind — nicht für die Plattform, nicht für E-Mail-Server.


Warum das Hausarztdossier die sensibelste Akte eines Menschen ist

Ein hausärztliches Dossier ist unter den Personendaten insofern ungewöhnlich, als es ein ganzes Leben umspannt und alles Übrige darin berührt. Diagnosen, Medikamente und Sozialanamnese können sich noch Jahrzehnte nach der Konsultation auf Anstellung, Versicherung und persönliche Beziehungen auswirken. Deshalb ist die rechtliche Behandlung streng und keine Formalität: Nach Art. 9 DSGVO und dem nDSG braucht es eine rechtmässige Grundlage, eine der Sensibilität angemessene Sicherheit und eine Aufbewahrungsregelung, die tatsächlich jemand entschieden hat.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist der Teil davon, den Sie architektonisch statt prozedural lösen können. Jede Einreichung wird auf dem Gerät der Patientin verschlüsselt, bevor sie gesendet wird, und Ihre Praxis besitzt den einzigen Tresorschlüssel, der sie öffnet — der Anamnesedatensatz ist damit weder für uns lesbar noch für jemanden, der ihn abfängt oder den dahinterliegenden Speicher erreicht. Die Aufbewahrung bleibt Ihre Entscheidung; die Verschlüsselung beseitigt die Fehlerfälle, die von keiner Entscheidung abhängen.

Wo die Papieranamnese tatsächlich scheitert

  • Medikamentenlisten, die im Wartezimmer aus dem Gedächtnis geschrieben werden, ohne Schachtel oder Dauerrezept zum Abgleich
  • Allergien, die am Empfang mündlich erwähnt und nie in ein strukturiertes Feld übertragen werden
  • Ausgefüllte Bögen, die als PDF-Anhang verschickt werden — Gesundheitsdaten, die die Praxis ungeschützt verlassen
  • Eine Schublade voller Anamnesebögen ohne Aufbewahrungsdatum, weil nie etwas eine Löschentscheidung ausgelöst hat

Damit es vor dem Termin ausgefüllt wird

1

Vorlage verwenden

Kopieren Sie sie in Ihr Dashboard — Fragen zu Medikamenten, Allergien und Einwilligung sind bereits strukturiert angelegt.

2

An Ihr Fachgebiet anpassen

Ergänzen Sie fachspezifische Anamnesefragen oder entfernen Sie Abschnitte, die für Ihre Praxis nicht gelten.

3

Mit der Terminbestätigung versenden

Patientinnen füllen es zu Hause aus, wo sie ihre Medikamentenliste nachschlagen können, statt sie zu erinnern.

Fragen, die Praxen stellen

Was, wenn die Patientin es vorab nicht ausfüllt?

Dann stehen Sie dort, wo Sie heute stehen — und nicht schlechter. Das realistische Vorgehen ist ein Tablet am Empfang für alle, die ohne ausgefülltes Formular kommen: dasselbe Formular, derselbe verschlüsselte Datensatz, nur später und meist weniger genau beantwortet.

Sind die Anamnesedaten DSGVO-konform?

Die Vorlage ist dafür gebaut: Die ausdrückliche Einwilligung wird erfasst, der Feldsatz ist bewusst minimal, und Einreichungen sind Ende-zu-Ende verschlüsselt, sodass nur Ihre Praxis sie lesen kann. Die Aufbewahrung bleibt in Ihrer Verantwortung — das Formular löscht von sich aus nichts.

Wie werden die medizinischen Daten geschützt?

Jede Antwort wird im Browser der Patientin verschlüsselt, bevor sie das Gerät verlässt. Ihre Praxis besitzt den einzigen Schlüssel, der sie öffnet — wir haben keinen und könnten ein Anamneseformular auch auf Verlangen nicht lesen.

Siehe unseren Anwendungsfall für Gesundheitswesen und Grundversorgung, unseren Leitfaden zur Erhebung von Gesundheitsdaten in Formularen sowie die Vorlage zur Freigabe medizinischer Unterlagen, mit der Sie das bisherige Dossier anfordern.