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Psychotherapie- & Psychologie-Formulare

Aufnahmeformulare, psychologische Screenings, Sitzungsvorbereitungs-Bögen — gebaut für Psychotherapeutinnen, Psychologen, Berater und Kliniken, die sensible emotionale und klinische Daten keinem Formular-Anbieter überlassen können, der sie lesen kann. Zero-Knowledge, Schweizer Hosting, ausgerichtet an Art. 321 StGB und nFADP.

Psychotherapie- & Psychologie-Formulare

Die psychotherapeutische Praxis unterliegt einem der strengsten Vertraulichkeitsstandards im Berufsleben. Eine Patientin, die Depressionen, eine Trauma-Geschichte, suizidale Gedanken, Substanzgebrauch, Beziehungsprobleme oder psychiatrische Diagnosen offenlegt, vertraut der Praxis Informationen an, deren Preisgabe Beschäftigung, Familie, Versicherung und Sicherheit betreffen kann. Dennoch erheben viele Praxen diese Angaben noch über allgemeine Online-Formulare, deren Anbieter jedes Wort lesen kann, bevor die Behandelnden es je sehen.

Schweizerform geht vom Gegenteil aus. Jede Einsendung — ein Aufnahmefragebogen, ein PHQ-9-Screening, eine Trauma-Anamnese, eine Medikamentenliste, eine Sitzungsvorbereitung — wird im Browser der Patientin verschlüsselt, bevor sie unsere Server erreicht. Wir können sie physisch nicht lesen. Für Psychotherapeutinnen, Psychologen, Beraterinnen und psychische-Gesundheits-Kliniken ergibt sich daraus — mit Schweizer Hosting und nFADP-konformer Architektur — eine Kontrolle, die den beruflichen Erwartungen tatsächlich entspricht.

Für wen diese Seite gedacht ist

Selbstständige Psychotherapeutinnen, klinische und beratende Psychologen, Psychiater in Praxis, Paar- und Familientherapeutinnen, Suchtberater, spezialisierte Trauma- und Essstörungs-Dienste sowie psychotherapeutische Kliniken — in der Schweiz, in der EU oder grenzüberschreitend.

Warum allgemeine Formular-Tools in der psychotherapeutischen Praxis versagen

Die meisten Online-Formular-Tools folgen einem klassischen SaaS-Modell: Der Browser der Patientin sendet Klartextdaten über HTTPS, und der Server des Anbieters speichert sie. Dieser Server kann alles lesen. Ebenso die Mitarbeitenden des Anbieters, dessen Integrationspartner, jede Person, die seine Infrastruktur kompromittiert, und jede Behörde, die dem Anbieter einen rechtmässigen Beschluss zustellt.

Für die meisten Formulare ist das akzeptabel. Für eine Psychotherapeutin, die eine Aufnahme-Anamnese erhebt, entsteht jedoch ein Problem, das der Beruf sich seit Langem bemüht zu vermeiden: Die psychische Gesundheits-Offenlegung der Patientin liegt im Klartext auf einem Drittanbieter-Server.

  • Eine neue Patientin beschreibt im Aufnahmefragebogen eine Missbrauchsgeschichte; die Datenbank des Anbieters enthält eine lesbare Darstellung vor der ersten Sitzung
  • Ein PHQ-9- oder GAD-7-Score im schweren Bereich liegt auf einem Server, der von den Analytics des Anbieters indexiert wird
  • Eine Suchtanamnese nennt spezifische Substanzen, Frequenzen und Kontexte; dieser Text wird vom Backend des Anbieters verarbeitet und extern gesichert
  • Eine Sitzungsvorbereitung beschreibt Suizidgedanken, die die Patientin nicht laut sagen konnte; die Antwort wird neben Marketing-Umfragen auf derselben Anbieter-Infrastruktur gespeichert
  • Ein Herausgabeersuchen trifft den Anbieter; es erreicht die psychische Gesundheits-Akte der Patientin, ohne dass diese je informiert wird

Daten zur psychischen Gesundheit sind nach Schweizer und EU-Recht besonders sensibel

Das nFADP behandelt psychische Gesundheit als besondere Personendaten mit erhöhter Schutzpflicht, und Art. 321 StGB macht die Verletzung des Berufsgeheimnisses durch regulierte Psychologinnen und Psychotherapeuten zum Offizialdelikt. Die EU-DSGVO ordnet psychische Gesundheit den besonderen Kategorien nach Art. 9 zu. Über alle drei Rechtsordnungen hinweg ist ein Anbieter mit Lesezugriff auf Aufnahmedaten ein Auftragsbearbeiter, dessen Vorfallsradius rechtlich erheblich ist.

Wie Schweizerform die klinische Vertraulichkeit wahrt

Schweizerform ist eine Zero-Knowledge-Ende-zu-Ende-verschlüsselte Formularplattform. Die Verschlüsselung geschieht im Browser der Patientin, bevor Daten das Gerät verlassen. Nur Inhaber des formularspezifischen Access Codes können Einsendungen entschlüsseln. Wir — der Anbieter — nicht.

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Sie erstellen ein Formular und einen Access Code

Beim Anlegen eines Aufnahme- oder Screening-Formulars erzeugt Schweizerform ein Schlüsselpaar und einen Access Code. Der öffentliche Schlüssel liegt im Formular; der Access Code verbleibt bei der Praxis. Unsere Server sehen ihn nie.

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Die Patientin füllt das Formular zuhause, in ihrem Tempo

Beim Ausfüllen verschlüsselt der Browser jedes Feld — narrative Antworten, Screening-Scores, Uploads — mit starker symmetrischer Verschlüsselung und verpackt den symmetrischen Schlüssel mit dem öffentlichen Schlüssel des Formulars. Unsere Server erhalten Chiffrate, die sie nicht entschlüsseln können.

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Sie entschlüsseln vor der Sitzung im Browser

Öffnet die Behandelnde die Einsendung, lädt ihr Browser das Chiffrat, wickelt den symmetrischen Schlüssel mithilfe des Access Codes ab und entschlüsselt lokal. Der Klartext berührt unsere Server nie.

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Berufsgeheimnis per Architektur, nicht per Policy

Da wir Einsendungen nie im Klartext sehen, können wir nicht gezwungen werden, sie herauszugeben, sie bei einem Vorfall offenzulegen oder sie in Analysen zu erzeugen. Vertraulichkeit ist kryptographisch gesichert — die einzig konsequente Position für Art. 321 StGB.

Konkrete klinische Anwendungsfälle

Erstgespräch-Aufnahmefragebogen

Der Hauptanwendungsfall. Statt den Patienten im Wartezimmer ein Papierformular ausfüllen oder in der ersten Sitzung seine ganze Geschichte mündlich rekapitulieren zu lassen, sammelt ein sicheres Aufnahmeformular Anliegen, Anamnese, aktuelle Medikation, relevante somatische Vorgeschichte, frühere Therapien und Risikofaktoren — vor dem Termin. Jedes Feld wird im Browser verschlüsselt. Die Behandelnde öffnet die Einsendung und beginnt die erste Sitzung informiert.

Validierte Screening-Instrumente (PHQ-9, GAD-7, PCL-5, AUDIT u.a.)

Standardisierte Screening- und Verlaufs-Messungen werden vor Aufnahme, zwischen Sitzungen und zur Ergebnismessung eingesetzt. Ihre Scores sind hoch diagnostisch und müssen strikt in der klinischen Beziehung bleiben. Schweizerform ermöglicht, diese Instrumente über einen sicheren Link laufen zu lassen — Auswertung nach Entschlüsselung, Rohdaten unter Kontrolle der Praxis, nicht des Anbieters.

Sitzungsvorbereitung und Hausaufgaben

Viele Verfahren — KVT, ACT, Schematherapie, Expositionsarbeit — setzen auf Aufgaben zwischen den Sitzungen. Gedankenprotokolle, Expositionstagebücher und Verhaltensprotokolle sind tief persönlich und enthalten oft konkrete Situationen, Personen oder Erinnerungen. Ein Zero-Knowledge-Formular ersetzt unsichere E-Mail-Anhänge durch einen Kanal, den nur die Therapeutin lesen kann.

Risikoabklärung und Krisenaufnahme

Spezialisierte Krisendienste, Suizidpräventions-Angebote und Trauma-Kliniken brauchen eine Aufnahme, die die meldende Person vollenden kann, ohne zu fürchten, dass die Antworten ausserhalb des Dienstes auftauchen. Verschlüsselte Übermittlung mit formularspezifischen Access Codes bedeutet: Selbst in einer grösseren klinischen Organisation hält nur das designierte Krisenteam die Schlüssel zu diesem Formular.

Paar-, Familien- und Jugend-Aufnahme

Die Aufnahme in Paar- und Familientherapien verlangt häufig getrennte vertrauliche Fragebögen pro Beteiligtem. Schweizerform lässt jede Person eine private, verschlüsselte Antwort einreichen, die die Therapeutin später im relationalen Kontext ihrer Notizen zusammenführt — ohne dass die Aufnahmedaten übergreifend oder beim Anbieter sichtbar werden.

Versicherungskompatible Verlaufsmessung

Einige Kassenmodelle verlangen periodische Verlaufsberichte. Schweizerform erlaubt Routine-Messungen (z.B. CORE-OM, OQ-45) sicher durch die Patientin auszufüllen. Nach der Entschlüsselung im Praxis-Browser trägt die Behandelnde einen geeigneten Score in den Kassenkanal ein — ohne dass die Rohdaten die Praxis verlassen.

Was Patientinnen, Behörden und Zwangsmassnahmen sehen

PerspektiveGenerischer AnbieterSchweizerform
Patient:in beim AusfüllenKlartext-Formular, Speicherung in der Anbieter-CloudKlartext-Formular, Verschlüsselung im Browser vor Übermittlung
Support / Mitarbeitende des AnbietersKönnen Aufnahmeinhalt, Scores und Uploads lesenKönnen nicht entschlüsseln; sehen nur Chiffrate
Herausgabeersuchen gegen den AnbieterKlartext-klinische Inhalte produzierbarNur Chiffrat; ohne Access Code nutzlos
Datenvorfall beim AnbieterLesbare Akten zur psychischen Gesundheit offengelegtNur Chiffrat exposed; klinischer Inhalt bleibt unlesbar

Regulatorischer Kontext: nFADP, Art. 321 StGB, DSGVO

Schweizer Psychologinnen und Psychotherapeuten unterstehen einer berufsrechtlich durchgesetzten Schweigepflicht nach Art. 321 StGB, verstärkt durch das Psychologieberufegesetz (PsyG) und kantonale Ausübungsregeln. Verletzung dieser Schweigepflicht — auch über einen ungenügend abgesicherten Drittbearbeiter — ist strafbar. Das nFADP ergänzt eine zivile Datenschutz-Ebene und behandelt Daten zur psychischen Gesundheit als besondere Personendaten mit hohem Sicherheitsstandard (Art. 8), dokumentierten Bearbeiterpflichten (Art. 9) und kurzer Meldefrist (Art. 24).

In der EU sind Daten zur psychischen Gesundheit besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO. Auftragsverarbeiter müssen die erhöhte Sicherheitsanforderung von Art. 32 erfüllen; nach Art. 34 Abs. 3 lit. a erfordert ein Vorfall, der nur Daten exponiert, die durch starke Verschlüsselung (ohne kompromittierte Schlüssel) unverständlich gemacht wurden, keine Individualmeldung.

Verschlüsselung ist ein Teil der Compliance, nicht die ganze

Schweizerform liefert eine technische Vertraulichkeitsebene für Aufnahme- und Verlaufsdaten. Ihre Praxis braucht weiterhin Einwilligungsprozesse, eine Aufbewahrungs-Policy, ein klares Rahmenwerk zur Schweigepflichtsentbindung und dokumentierte Risikobewertungen. Das verschlüsselte Formular macht die Intake-Seite verteidigungsfähig; Ihre klinische Governance tut den Rest.

Funktionen, die für die psychotherapeutische Praxis relevant sind

  • Zero-Knowledge-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei jeder Einsendung — kein Lesezugriff des Anbieters
  • Verschlüsselte Dokument-Uploads — Vorberichte, Medikamentenlisten, Überweisungsschreiben
  • Mehrsprachige Formulare (EN / DE / FR / IT) von Haus aus — Patienten füllen Aufnahmen in ihrer Muttersprache
  • Formularspezifische Access Codes, zuordenbar an einzelne Behandelnde in einer Gemeinschaftspraxis
  • Schweizer Hosting mit nFADP-ausgerichteter Position — Antwortdaten verlassen die Schweiz nicht
  • Audit-Protokoll der Zugriffsereignisse ohne Inhalt preiszugeben
  • Unterstützung für validierte Screening-Instrumente in einem sicheren, wiederholbaren Format
  • Kostenloser Tarif für einen Pilot mit einem Aufnahmeformular vor Praxisausweitung

Häufige Einwände

"Patientinnen füllen so etwas Persönliches nie online aus."

Die Evidenz und klinische Erfahrung sprechen dagegen: Patientinnen offenbaren auf einem durchdachten strukturierten Formular oft mehr als im verbalen Erstgespräch, weil das Formular Zeit gibt, schwierige Fragen erneut zu besuchen und zu teilen, was sie Angesicht zu Angesicht nicht sagen könnten. Ein sichtbar verschlüsselter, in der Schweiz gehosteter Kanal erhöht diese Bereitschaft.

"Wenn wir den Access Code verlieren, verlieren wir die Aufnahme."

Korrekt — gewollt bei Zero-Knowledge. Empfohlen ist eine dokumentierte Schlüsselverwahrung: versiegelter Umschlag in der Praxis, geteilte Verwahrung zwischen zwei Behandelnden oder ein HSM. Das vermeidet Einzelpersonen-Ausfälle und wahrt das Berufsgeheimnis.

"Wir müssen uns mit unserer Praxissoftware integrieren."

Integrationen geschehen nach der Entschlüsselung, am Arbeitsplatz der Behandelnden. Die verschlüsselte Einsendung wird im Browser entschlüsselt und in das Format exportiert, das Ihre Software entgegennimmt. Eine Integration auf unserem Server ist per Definition unmöglich — wir besitzen die Schlüssel nicht.

"E-Mail ist einfacher."

E-Mail ist Gewohnheit, aber die Haftung aus dem Berufsgeheimnis ist asymmetrisch: Die Behandelnde trägt die Folge einer nicht gewollten Offenbarung. Ein einziges verschlüsseltes Aufnahmeformular, von der Praxis-Website verlinkt, nimmt unverschlüsselte Anhänge aus dem Bild und gibt eine sauberere Nachweiskette.

Einführung eines Schweizerform-Aufnahmekanals

1

Mit einem einzelnen Formular beginnen

Wählen Sie das häufigste — meist das Aufnahme-Fragebogen — und migrieren Sie es zuerst. Das Papierformular für die ersten Wochen als Rückfall halten.

2

Schlüsselverwahrung vereinbaren

Für eine Einzelpraxis reicht meist ein versiegelter Umschlag plus eine Kopie an einer anderen Adresse. In Gemeinschaftspraxen geteilte Verwahrung zwischen klinischer Leitung und Praxismanagement.

3

Formular in den relevanten Sprachen publizieren

Für eine Schweizer Praxis heisst das oft DE / FR / IT / EN. Dasselbe Formular rendert in jeder Sprache und bleibt überall Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

4

In den Patientenpfad einbauen

Den Formular-Link als Teil der Termin-Bestätigungsmail senden. Ein sanfter Hinweis zur Vertraulichkeit — 'Dieses Formular ist in Ihrem Browser verschlüsselt; nur wir können es lesen' — ohne zum Marketing-Pitch zu werden.

5

Aufbewahrung und Screenings nach drei Monaten prüfen

Prüfen, wie viele Patientinnen das Formular ausfüllen, ob Screening-Schwellen sinnvoll gesetzt sind und ob die Praxis entschlüsselte Aufnahmedaten konsequent löscht, nachdem sie in den klinischen Bericht übernommen wurden.


Das Fazit

Die psychotherapeutische Praxis lebt vom Vertrauen. Eine Patientin, die auf einem Formular Depressionen, Traumata oder suizidale Gedanken offenlegt, dehnt die therapeutische Beziehung auf das aus, was dieses Formular entgegennimmt. Ein Tool, dessen Anbieter jedes Wort dieser Offenlegung lesen kann, ist mit Ethik und Recht des Berufs nicht vereinbar.

Schweizerform bietet eine direkte Antwort: Zero-Knowledge-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf jedem Formular, Schweizer Hosting und eine Architektur, die an Art. 321 StGB und nFADP-Erwartungen ausgerichtet ist. Kein Sicherheits-Upgrade gegen Aufpreis. Keine US-Cloud-Abhängigkeit für klinische Antwortdaten. Keine für Dritte lesbare Kopie sensibler Offenbarungen auf einem Server ausserhalb Ihrer Kontrolle.

Starten Sie mit einem einzelnen Aufnahmeformular im kostenlosen Tarif. Schweizer Hosting, Zero-Knowledge-Verschlüsselung und volle EN- / DE- / FR- / IT-Unterstützung — ohne Kreditkarte.

Hinweis: Diese Seite ist allgemeine Information und Marketinginhalt, keine Rechts-, Aufsichts-, klinische oder berufsethische Beratung. Die Bezugnahmen auf Art. 321 StGB, das Psychologieberufegesetz (PsyG), das nFADP, die EU-DSGVO, validierte Screening-Instrumente und verwandte Regelwerke sind konzeptionell zusammengefasst und unterliegen jurisdiktionsspezifischer Auslegung, berufsständischen Vorgaben und künftigen Gesetzesänderungen. Die Verantwortung für klinische Praxis, Einwilligung und Berufsgeheimnis verbleibt bei der behandelnden Person oder Klinik. Ziehen Sie qualifizierte Schweizer oder EU-Gesundheits- und Datenschutzberatung bei, bevor Sie Compliance- oder Beschaffungsentscheidungen treffen.